Geschichte
Gründung der Deutsche Messe- und Ausstellungs- AG
Die Deutsche Messe AG wurde am 16. August 1947 als Deutsche Messe- und Ausstellungs- AG mit einem Stammkapital von 1,2 Mio. RM in das Handelsregister eingetragen. Die Gründung erfolgte auf Initiative der damaligen britischen Besatzungsbehörde in Absprache mit dem Oberbefehlshaber der amerikanischen Zone.
Ziel war es, Deutschland mittels des Exports seiner Erzeugnisse wirtschaftlich wieder auf eigene Füße zu stellen. Nach 21 Tagen zeugten 1934 Exportverträge im Wert von 31,6 Mio US-Dollar vom Erfolg der ersten "Export-Messe Hannover" (18. August bis 07. September 1947).
Trotz aller Zeit bezogener Skepsis - auch im Hinblick auf die alte "Reichsmessestadt Leipzig" - wurde die Messe in Hannover in den Folgejahren zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. Bereits 1948 gab es die erste Telefonverbindung zwischen dem Messegelände und New York. 1950 beteiligten sich erstmals auch ausländische Aussteller an der in "Deutsche Industrie-Messe" umbenannten Veranstaltung, die 1961 in "Hannover-Messe" umfirmierte. Sie wurde zu einem technologisch-wirtschaftlichen Kommunikationsereignis von Weltrang.
Beginnend 1981 zunächst als Geschäftsbereich der Muttergesellschaft, wird 1985 HANNOVER-MESSE INTERNATIONAL GmbH (HMI) als eigenständige GmbH gegründet. Sie konzipiert und realisiert eigene internationale Industrie- und Fachmessen im Ausland. Als Durchführungsgesellschaft ist sie zuständig für Firmengemeinschaftsbeteiligungen, Informationsstände und Sonderschauen auf Messen und Ausstellungen im Ausland.
Teilung von CeBIT und HANNOVER MESSE
Die aus ihr ab 1986 als eigenständige Veranstaltungen hervorgegangenen HANNOVER MESSE und CeBIT sind als Trendmärkte für die Wirtschaft heute die Flaggschiffe unter den zahlreichen Messen und Ausstellungen in der Landeshauptstadt. Auf ihren Gebieten weltweit führend sind aber ebenso die anderen Veranstaltungen, die regelmäßig auf dem Messegelände stattfinden.
Seit 1987 trägt das Unternehmen den Namen Deutsche Messe AG.
Der Zeitraum 1990 bis 2000 war für die Deutsche Messe AG durch zahlreiche grundlegende Veränderungen rund um das Messegelände und insbesondere auf dem Messegelände selbst geprägt. Insgesamt wurden mehr als 1,6 Milliarden DM auf dem Gelände investiert. Diese Maßnahmen dienten durchgängig der Vorbereitung des Messeplatzes Hannover auf die Weltausstellung EXPO 2000, die maßgeblich auf dem hannoverschen Messegelände stattfand. Seit dem Ende der EXPO 2000 am 31. Oktober 2000 verfügt die Deutsche Messe AG über das modernste und nach wie vor größte Messegelände der Welt, das in wegweisender Messearchitektur internationalen Ausstellern und Besuchern die Basis für intensive und effiziente Geschäftskontakte liefert.
Mit Veranstaltungsprogrammen, die pro Jahr mehr als 25 000 Aussteller und mehr als zwei Millionen Besucher anziehen, zählt die Deutsche Messe AG national und international zur Spitzengruppe der Messeveranstalter. Elf internationale Fachmessen machen das Jahr 2005 zu dem stärksten in der bisherigen Geschichte des Unternehmens.


