HANNOVER MESSE 2026: Mit industrieller KI zum Wettbewerbsvorsprung
Auf der HANNOVER MESSE 2026 rückt der konkrete Nutzen von Künstlicher Intelligenz für produzierende Unternehmen in den Mittelpunkt. Mehr als 3 000 Aussteller zeigen, wie der gezielte Einsatz von industrieller KI, Robotik, Automatisierung und Digitalisierung unmittelbar zu messbaren Wettbewerbsvorteilen führt. Neue, innovative Informations- und Networking-Formate bieten darüber hinaus Orientierung, wie sich KI Schritt für Schritt in Unternehmen einführen lässt.
15. Apr. 2026Teilen
Hannover. „Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Innovationen schnell in die Anwendung gebracht werden“, sagte Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. „Auf der HANNOVER MESSE erleben Besucherinnen und Besucher, wie sie KI produktiv einsetzen und damit Mehrwert schaffen.“ Angesichts globaler Herausforderungen sieht Köckler industrielle KI als zentralen Treiber für mehr Wettbewerbsfähigkeit. „Sie ermöglicht Effizienzgewinne, höhere Produktivität, einen gezielten Ressourceneinsatz und eröffnet neue datenbasierte Geschäftsmodelle.“
Industrielle KI und Robotik im Fokus
Globale Technologiekonzerne, mittelständische Industrieunternehmen bis hin zu Forschungsinstituten und Startups präsentieren konkrete Anwendungen, mit denen KI und Robotik zunehmend Einzug in die industrielle Praxis halten.
So zeigt das Unternehmen Agile Robots das Potenzial KI-gesteuerter Robotik. Im Mittelpunkt steht Agile ONE, ein humanoider Roboter, der seine Umgebung versteht, eigenständig Entscheidungen trifft und in komplexen industriellen Szenarien in Echtzeit agiert.
SEW-EURODRIVE stellt eine KI-basierte Chatfunktion für die Automatisierung vor: Mit dem „Startup-Agent“ lassen sich Maschinen und Roboter per Dialog konfigurieren und deutlich schneller in Betrieb nehmen. Die eingesetzte KI kommt ohne klassische LLM-Ansätze aus und soll insbesondere der europäischen Industrie eine unabhängige, praxisnahe Lösung bieten.
Siemens zeigt anhand einer flexiblen Schuhproduktion, wie KI-Systeme nicht nur Empfehlungen geben, sondern handeln. Dabei übernehmen ein autonomer Packroboter und ein humanoider Roboter eigenständig Aufgaben.
Diese Beispiele stehen stellvertretend dafür, dass KI an nahezu allen Messeständen eine Rolle spielen wird. Allein im Bereich humanoider Robotik präsentieren rund 15 Unternehmen entsprechende Systeme und zeigen, wie schnell sich diese Technologie von der Forschung in konkrete industrielle Anwendungen entwickelt.
Center Stage mit Friedrich Merz, Roland Busch und Barack Obama
Die neue Center Stage wird zum zentralen Anlaufpunkt der HANNOVER MESSE. Dort diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über die Zukunft der Industrie.
Am Messemontag beraten führende Industrievertreter gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz, wie sich KI in die breite industrielle Anwendung skalieren lässt. Mit dabei sind unter anderem die DAX-Vorstände Roland Busch (Siemens), Christian Klein (SAP) und Tim Höttges (Deutsche Telekom).
Ebenfalls am Montag sprechen Astronaut Alexander Gerst, Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Forschungsministerin Dorothee Bär über die Hightech-Agenda Deutschland.
Auch an den weiteren Messetagen stehen hochkarätige Gäste auf der Center Stage: Am Dienstag diskutiert Toto Wolff, Teamchef des Mercedes-AMG Petronas Formula One Teams, mit Oliver Steil, CEO von TeamViewer, über Innovationen in der Formel 1 und was die Industrie davon lernen kann.
Nachmittags sprechen CEOs wie Armin Papperger (Rheinmetall) und Michael Schöllhorn (Airbus Defence and Space) sowie Vertreter der Sicherheitsarchitektur wie General Markus Laubenthal (Militärstrategisches Hauptquartier der NATO), welche Folgen die Veränderung der sicherheitspolitischen Lage für Industrie und Verteidigung hat.
Am Mittwochvormittag nehmen Karl-Theodor zu Guttenberg, Chairman von Spitzberg Partners, und Gregor Gysi einen Podcast live unter dem Titel „Energiehunger der Zukunft – Industrie, KI und der Kampf um Strom“ auf. Am Mittwochnachmittag wird auf der Center Stage die Zukunft der humanoiden Robotik mit Unternehmen wie Microsoft, NVIDIA, Hexagon, Agile Robots, BMW und Schaeffler diskutiert.
Am Donnerstag geben die Produktionsverantwortlichen von Unternehmen wie Claas, Merck oder dem Sportartikelhersteller ON Einblicke in ihre Strategien zur Einführung von Automatisierung und KI. Im weiteren Verlauf des Tages diskutieren unter anderem Verena Pausder und Carsten Maschmeyer mit Startups über die Erfolgsfaktoren von Innovationsökosystemen und Barack Obama appelliert in einer Videobotschaft an junge Gründerinnen und Gründer, die Zukunft mutig zu gestalten.
Am Freitag diskutieren führende Zukunftsforscher, Wissenschaftler und Unternehmensvertreter, wie neue Technologien in der Zukunft Arbeit, Kultur und Kompetenzen verändern. Den Abschluss bildet Philipp Lahm, ehemaliger Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, mit einem Beitrag zu Führung, Resilienz und Zielorientierung.
Neuer Themenbereich: Defense Production Park
Im neuen Defense Production Park zeigen rund 40 Unternehmen, wie moderne Produktionstechnik die Anforderungen sicherheitskritischer Fertigung erfüllt und zugleich hochgradig skalierbar bleibt. Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie andere Industriezweige – müssen jedoch infolge der „Zeitenwende“ ihre Kapazitäten in kürzester Zeit deutlich ausweiten. Wie dies gelingt, ohne Kompromisse bei Sicherheit und Qualität einzugehen, steht im Fokus dieses neuen Ausstellungsthemas.
Mit Spitzenpolitik und Partnerland Brasilien: Treffpunkt für europäische Industriepolitik und globale Partnerschaften
Auch 2026 werden auf der HANNOVER MESSE hochrangige politische Delegationen aus Europa und der ganzen Welt erwartet. Im Mittelpunkt steht dabei das diesjährige Partnerland Brasilien. Die Messe wird feierlich von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva eröffnet – ein deutliches Signal für die wachsende strategische Bedeutung der deutsch-brasilianischen Beziehungen.
Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage gewinnt Brasilien – und mit ihm ganz Südamerika – als verlässlicher Handels- und Industriepartner für Deutschland und Europa weiter an Bedeutung. Diversifizierte Lieferketten, Zugang zu Rohstoffen sowie gemeinsame Industrie- und Klimaprojekte rücken stärker in den Fokus.
Neben internationalen Delegationen werden auch führende Vertreter der deutschen Politik und der EU-Kommission auf der Messe präsent sein, darunter Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Digitalminister Karsten Wildberger sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius. Weitere hochrangige Delegationen aus Europa, Amerika, Asien und Afrika werden erwartet und unterstreichen die globale Bedeutung der HANNOVER MESSE für Industrie, Technologie und geopolitischen Austausch.
„Die Zusammenarbeit mit Brasilien ist mehr als Handel – sie ist ein strategisches Bündnis“, betont Köckler. „Gerade in Zeiten globaler Spannungen müssen wir auf verlässliche Partner setzen. Die HANNOVER MESSE bietet dafür die ideale Plattform.“
Über die HANNOVER MESSE
Die HANNOVER MESSE ist die Weltleitmesse für die produzierende Industrie. Dort versammeln sich rund 3 000 ausstellende Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft, um Lösungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Industrie zu präsentieren. Die Hauptausstellungsbereiche sind Automatisierung & Digitalisierung, Energie & Industrieinfrastruktur sowie Forschung & Technologietransfer. Das Thema Künstliche Intelligenz zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ausstellungsbereiche. Ein vielfältiges Konferenzprogramm ergänzt die Ausstellung. Die nächste Ausgabe der HANNOVER MESSE wird vom 20. bis zum 24. April 2026 in Hannover ausgerichtet. Brasilien ist Partnerland.
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