Hannover. Die Deutsche Messe leistet als Marktplatz für ausstellende Unternehmen einen bedeutenden wirtschaftlichen Beitrag für die niedersächsische Landeshauptstadt und darüber hinaus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmens Prognos AG. Danach lösen Eigen- und Gastmessen auf dem Messegelände Hannover in einem turnusgewichteten durchschnittlichen Messejahr in Deutschland Umsätze von insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro aus. Hiervon profitieren Stadt und Region Hannover mit Umsatzeffekten von 688 Millionen Euro, Niedersachsen mit 245 Millionen Euro und das übrige Bundesgebiet mit 454 Millionen Euro.

Die Generierung dieser Umsatzeffekte durch das Messegeschäft erfordert einen beträchtlichen Personaleinsatz. Hierdurch entstehen positive Wirkungen auch am Arbeitsmarkt. Konkret sichern die auf dem Messegelände Hannover stattfindenden Messen insgesamt rund 13 300 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) in Deutschland. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf die Stadt Hannover. Hier stehen etwa 7 000 Arbeitsplätze in Verbindung mit dem Messegeschäft. Wesentliche Beschäftigungsimpulse sind auch im übrigen Niedersachsen (2 800) und in anderen Bundesländern (3 500) vorhanden.

Die erhebliche regionalwirtschaftliche Bedeutung der Deutschen Messe zeigt sich insbesondere auf der Ebene einzelner Wirtschaftszweige wie Messedienstleistungen, Verkehr und Transport, Handel und Gastgewerbe. Letzteres – also Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe sowie Restaurants und Caterer – profitiert in besonderer Weise. Allein in Hannover werden im Zuge der Durchführung von Messeveranstaltungen in einem durchschnittlichen Messejahr in der Summe mehr als 120 Mio. Euro im Gastgewerbe umgesetzt. Dabei werden insgesamt gut 700 000 Übernachtungen von Ausstellern und Besuchenden der Eigen- und Gastmessen der Deutschen Messe gebucht, mit entsprechend großer Bedeutung für die lokale Hotellerie: Knapp 460 000 Übernachtungen erfolgen in Hannover, weitere gut 210 000 im Umland.

Zusammenfassend profitieren Unternehmen und Dienstleister vor Ort erheblich vom Messegeschäft in Hannover. An der Organisation, Planung und Durchführung von Messen ist eine Vielzahl spezialisierter Anbieter und Gewerke beteiligt. Eine herausragende ökonomische Bedeutung für die Stadt und Region Hannover haben weiterhin Leitmessen mit globaler Strahlkraft wie HANNOVER MESSE, AGRITECHNICA oder IAA TRANSPORTATION. Dies wird nicht zuletzt dadurch belegt, dass rund zwei Drittel der auf die Ausgaben von Messebesuchenden zurückführbaren wirtschaftlichen Umsatzeffekte von internationalem Publikum stammen.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay kommentiert die Studie wie folgt: „Die Messen und die Deutsche Messe AG sind seit über 75 Jahren prägend für unseren Wirtschaftsstandort. Die Studie unterstreicht die große Bedeutung für Hannover und die Region und belegt klar den hohen gesamtwirtschaftlichen Stellenwert.“

„Ich freue mich als niedersächsischer Wirtschaftsminister wie auch als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Messe AG über die in der Studie von Prognos ermittelten Zahlen. 9 800 Beschäftigungsverhältnisse in Niedersachsen und 933 Mio. Euro Umsatz in Niedersachsen zeigen, dass die Deutsche Messe AG ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor für Stadt, Region und ganz Niedersachsen ist“, sagt Grant Hendrik Tonne, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen des Landes Niedersachsen.

Die Studie der Prognos AG wurde im Auftrag der Deutschen Messe AG für den Zeitraum 2024/2025 erstellt. Sie ist Teil einer vom Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) beauftragten Studienreihe, an der insgesamt zehn deutsche Messegesellschaften teilgenommen haben. Ziel war die Quantifizierung der jährlichen gesamtwirtschaftlichen Umsatzeffekte, die mit der Durchführung von Messen auf dem Messegelände Hannover verbunden sind. In der Untersuchung wurde berücksichtigt, dass einzelne Messen nicht jährlich, sondern in einem mehrjährigen Turnus stattfinden. Diese Messen wurden entsprechend gewichtet in die Berechnung einbezogen. In der Studie wurden ausschließlich Messeveranstaltungen berücksichtigt. Hierzu zählen sowohl Eigenmessen der Deutschen Messe AG wie HANNOVER MESSE, LIGNA und INTERSCHUTZ als auch Gastmessen externer Veranstalter wie AGRITECHNICA, IAA TRANSPORTATION und EuroBLECH. Weitere Veranstaltungen auf dem Messegelände Hannover, wie Kongresse, Firmenevents, Konzerte und Sonderveranstaltungen, wurden nicht in die Analyse einbezogen.

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